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Hamburg
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Nana Petzet beschäftigt sich in ihre aktuellen Arbeiten thematisch mit dem Biotopschutz und der Frage der Erhaltung der Biodiversität im städtischen Raum befassen. In der von der Kulturbehörde geförderten Arbeit „Modellbiotop Peutegrund“ kategorisierte und dokumentierte Nana Petzet filmisch die Tier und Pflanzenwelt eines der letzten Biotope im Hamburger Hafen mit der Intention, diesen bisher als Altlastverdachtsfläche und Hafenerweiterungsgebiet definierten Brachraum mit künstlerischen Mitteln in seinem Wert sichtbar zu machen, – und seine Neubewertung anzustoßen.

Mit dem "SBF-System", einem fiktiven Gegenmodell zum Grünen Punkt wandte sich Nana Petzet 1995 dem Thema Hausmüll zu. Im Selbstversuch sammelte sie ein halbes Jahr lang alle in ihrem Vierpersonenhaushalt anfallenden Verpackungsabfälle und untersuchte deren Recycelbarkeit. Ihre Hausmüllsammlung inventarisiert sie mit dem ausgeklügelten Kunstinventarisationsprogramm HIDA MIDAS. Auf überraschende Weise brachte sie so zwei gegensätzliche gesellschaftliche Tendenzen - die allgemeine Wegwerfmentalität und den Drang zur Musealisierung - zusammen.